Schon fast ein ganzes Jahrzehnt ist es her, als die ruhrpotter Band "GALLOWS POLE" zum ersten Mal auf der Bildfläche erschien. Drei Jungs aus dem ehemaligen Jugoslawien, die ihre erfolgreichen Musikerkarrieren in heimischen Landen wegen des Krieges abbrechen mussten, gaben nun auf deutschen Bühnen mächtig Gas. Der aprupte Stieg in die Eisen erfolgte leider schon früh, nachdem Bassist, Sänger und Hauptsongwriter "John A.B.C. Smith" 1993 die Band verließ, um dem Lockruf von SCANNER zu folgen und der Rest der Band sich neuen Projekten und Bands zuordnete.

John fand bei Scanner doch nicht so recht seinen inneren Frieden. Um sich wieder mehr seinen eigenen Songs widmen zu können, stieg er nach dem 95er Release: "Mental Reservation" bei Scanner aus und startete sein gleichnamiges Projekt "JOHN A.B.C. SMITH".
In einem bottropper Studio nahm er zielstrebig sein eigens eingespieltes und produziertes Album " The Revelation of John" in Angriff, und setzte mit dieser CD unbewusst auch gleich den Grundstein zur Gallows Pole - Reunion.


John machte sich auf die Suche nach einer geeigneten Truppe, und da fielen ihm spontan nur zwei Leute ein, die in Frage kamen, seine Freunde und alten Gallows Pole-Kollegen Zokk Milosh-Gitarre und Hakan Topcu-Drums!
Nach ein paar Sessions und Gigs mit einem hamburger Kollegen, Amir Jesenkovic, als Gitarrero No. 2 war auch schnell mit Adnan Davidoff der vierte feste Mann für die Band gefunden.


1999 war es dann soweit! GALLOWS POLE wurden mit der richtigen Besatzung wieder aus dem Tiefschlaf geweckt. Mit dem im selben Jahr produzierten 3 Track Demo "Over The Rainbow" konnten sich die vier Jungs - verdienterweise - gleich gegen einige hundert Bands für den ROCK HARD - Unerhört 6 Sampler qualifizieren. Nach dieser ersten größeren Präsentation ernteten Gallows Pole neben den sehr guten Kritiken auch gleich den Deal mit SHARK RECORDS und konnten Ende Mai 2000 ihr Debütalbum "Gallows Pole" veröffentlichen.

GALLOWS POLE werden gerne mit Bands wie Iron Maiden, Helloween und Amored Saint verglichen, wobei die meisten Parallelen, besonders die stimmliche zu Helloweens Sänger Andy Deris, wohl einfach dem Zufall überlassen sind. Zu dem Vergleich mit Maiden sagen Gallows Pole: " Wir sind alle große Maiden Fans und mit Sicherheit sehr von dieser Band beeinflusst, deshalb ist die Aussage, wir würden wie Maiden klingen, natürlich ein grosses Kompliment für uns!".

Dennoch ist eine gute Portion Eigenständigkeit, allein schon durch heimatliche Einflüsse von John, Zokk und Ado, nicht von der Hand zu weisen. Besonders in dem Song " Balkan Rhapsody" der aktuellen CD, kommen die Rhytmen und Klänge von balkanischer Folkmusik gut zur Geltung was sicherlich einzigartig in der Szene ist. Aber auch in den Melodien der anderen Songs wird man immer einen Hauch von Exotik entdecken und auch das in Zukunft kommende Reportaire wird nicht enttäuschen.